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Swinging Swanee
Eine Frau lebt den Swing
Sie ist der Shooting-Star des aufblühenden Swing Revival. In eingeschworenen Fachkreisen ist Swantje Harmsen jedoch seit Jahren schon eine Kultfigur. Eine Institution in Sachen Musik der ,,Golden Era", mit Stil, Know How und mit Gefühl, der selbst Ikonen wie ,,Swing Heini" und DJ Günter Discher Respekt zollen.
Swingin' Swanee nennt sich die Hamburger Lady im klassischen Gangster-Suit, mit Fedora-Hut und Two-Tone-Shoes, wenn sie des nachts am DJ-Pult in den angesagten Clubs und bei Swing-Events quer durch die Republik der stetig wachsenden Swing-Gemeinde bei Lindy Hop und Jitterbug einheizt.
Sie Iebt den Swing. "Leichtes, lockeres Lebensgefühl - dass ich nicht lache !", empört sie sich über die Schlagerseligkeit, mit der diese Musik heute salonfähig gemacht wird. "Kein Swing ohne Blues", sagt die 34jährige mit Benny Goodman, Louis Armstrong, Duke Ellington und mit den Musikerinnen und Frauenbands von damals, wie Ina Rae and her Melodears, den International Sweethearts of Rhythm und Lil (der Frau von Louis) Armstrong. Deren Kunst aus der Vergessenheit zu holen, ist ihr ein wichtiges Anliegen.
Sie will mitmischen im Musikgeschäft: Bei der POPKOMM in Köln; im September erschien beim Hamburger Label CERATON music ihr erster CD-Sampler ,,Wild Party".
New York, Chicago, New Orleans - die schwarze Musik der 3Oer und 4Oer ist ihr Terrain. Dort begibt sie sich auf Spurensuche. Und geniesst es, wenn man ihr, dank ihrer schillernd androgynen Erscheinung, zuruft: "Du siehst zum Umbringen gut aus!"
Die Hamburger Journalistin lrmela Kästner und die Zürcher Fotografin Tina Ruisinger besuchten Swantje Harmsen in ihrer Wohnung in Hamburg und beobachteten sie zwei Nächte lang in der "Weissen Maus" und in der "Prinzen Bar", Hamburgs Swing-Clubs auf dem Kiez in St. Pauli.
Bei Interesse liegt ein ausführlicher Text vor: contact@tmwork.com
© Tina Ruisinger (Fotos) & Irmela Kästner (Text)
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